Chronik des Dorfes Frohngau 1946 bis 1999

Letzte Aktualisierung 15.04.2014 (1968)

 

1946

 

Hubert Evertz wird am 1. Oktober zum Ortsbürgermeister der Gemeinde Frohngau gewählt und ist bis zum 4. Mai 1964 im Amt.

 

Josef Fritzinger wird im September 1946 zum Pfarrer ernannt. Er ist bis 1975 als Pfarrer in Frohngau tätig.

 

Emma Winkens wird Lehrerin an der Volksschule Frohngau und ist bis 1947 tätig.

 

Frohngau hat am 29. Oktober 311 Einwohner.

 

 

1947

 

Die Monate Januar und Februar sind sehr kalt. Die Schneelage nicht besonders hoch. Trotz der bitteren Kälte wird das Dorf noch täglich von Städtern besucht, die sich Nahrungsmittel erbeten.

 

Die Kriegsschäden an der Kirche werden behoben.

 

Im Sommer herrscht eine entsetzliche Dürre, die bis in den September anhält:

Es besteht Futterknappheit für das Vieh, Kartoffelmissernte, Fliegenplage, Bäume am Rande der Wälder sterben ab, Hungersnot. Nur kurze Gewitter am 24. Juli, am 04. und 08. September bringen etwas Erleichterung.

 

Nachfolger von Lehrerin Emma Winkens wird ihr Ehemann Wilhelm Winkens. Er ist bis zum 31. März 1949 tätig.

 

 

1948

 

Hubert Evertz, Ortsbürgermeister von Frohngau, wird zum Amtsbürgermeister des Amtsbezirks Zingsheim gewählt und ist bis 1964 im Amt.

Während dieser Zeit ist er auch Mitglied des Kreistages des Kreises Schleiden und von 1956 bis 1964 stellvertretender Landrat.

 

 

1949

 

Am 1 April wird Lehrer Alfons Latzke Nachfolger von Lehrer Wilhelm Winkens. Er ist bis zum 31. Oktober 1951 tätig.

 

 

1950

Frohngau hat am 13. September 302 Einwohner.

 

 

1951

 

Am 1.November wird Herr Genten Nachfolger von Lehrer Alfons Latzke. Er ist bis zum 16. Mai 1952 tätig

 

 

1952

 

Am 16. Mai wird Hans Frantzen Nachfolger von Lehrer Genten. Er ist bis zum 29. März 1958 tätig

 

 

1953

 

Ein starker Schneesturm vom 31. Januar bis zum 2. Februar führt zu Schneeverwehungen

bis zu 3 m Höhe.

 

 

1955

 

Am 24. November wird die Matthiasbruderschaft Frohngau gegründet, die der Erzbruderschaft des hl. Matthias in Trier angeschlossen wird. 40 Männer und Frauen werden aufgenommen.

 

Erster Brudermeister ist Josef Schnichels (Küster). 

 

Frohngau hat 291 Einwohner.

 

 

1956

 

Die freiwillige Feuerwehr wird neu organisiert. Das erste Mitgliederverzeichnis enthält folgende Namen:

 

Müller Franz-Peter, Meyer Peter, Lambertz Fritz, Kurth Reinhard, Katzola Johann, Schröder Peter,

Kurth Heinz, Kurth Helmut, Müller Walter, Poll Heinz, Lambertz Johann, Müller Willi, Lambertz Christian, Kurth Erich, Kurth Herbert, Evertz Karl, Evertz H. Richard.

 

Franz-Peter Müller wird zum Brandmeister gewählt.

 

Frohngau hat 300 Einwohner.

 

 

Pfarrer Paul Linnartz verstirbt am 26. September 1956. Auf seinen Wunsch wird er unter großer Beteiligung der Bevölkerung in Frohngau beerdigt. Er findet seine letzte Ruhestätte auf dem Priesterfriedhof hinter der Kirche, die während seiner Tätigkeit als Pfarrer in Frohngau 1923/1924 erbaut worden war.

 

 

Pfarrer Paul Linnartz

 

Totenzettel und Grabtafel von Pfarrer Linnartz

 

 

1958

 

Am 16. April wird Franz Simons Nachfolger von Lehrer Hans Frantzen. Er ist bis zur Schließung der Volksschule Frohngau am 1. August 1968 als Lehrer tätig.

 

 

1959

 

Der Juli ist der heißeste und der September der trockenste Monat seit 1891.

 

Auf Antrag der Dorfbevölkerung beschließt der Gemeinderat, die Kirmes vom 3. Sonntag auf den 1. Sonntag nach Michaelstag (29.09.) zu verlegen.

 

 

1960

 

Auf der Greuß wird von der Dorfbevölkerung ein neues Kriegerehrenmal gebaut. Die Materialkosten werden aus Sammlungen und einem Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 500,00 DM gedeckt.

 

 

1961

 

Am 1 September kauft die Kirchengemeinde die ehemalige Schule neben der Kirche für 25.000,00 DM. Das Geld wird vom bischöflichen Generalvikariat zur Verfügung gestellt. Das Haus soll nach dem Willen des Bischofs als Jugendheim eingerichtet werden.

 

Frohngau hat am 06. April 296 Einwohner.

 

 

1962

 

Am 22. März wird von 18 Frohngauern der Musikverein Frohngau gegründet. Zum Vorsitzenden wird Herr Matthias Jaax gewählt. Erster Dirigent ist Herr Leo Mungen aus Freilingen.

Zur Finanzierung der ersten Instrumente wird ein Darlehen bei der Spar- und Darlehnskasse Frohngau aufgenommen. Durch eine großzügige Spende von 5.000 DM von dem Jagdpächter Kisgen kann das Darlehen schon nach kurzer Zeit abgelöst werden.

 

Am 24. November wird das Pfarrheim eingesegnet, nachdem es von der Jugend hergerichtet worden ist. Der Raum ist zugleich Jugendraum und dient dem Kirchenchor und dem Blasorchester als Proberaum.

 

 

1964

 

Auf Beschluss des Gemeinderates wird ein Tragkraftspritzenanhänger TSA angeschafft, bestückt mit einer Motorspritze TS 8/8 und kompletter feuerwehrtechnischer Ausrüstung. Die Löschgruppe ist damit für hiesige Verhältnisse nach modernsten Gesichtspunkten ausgestattet. Die Handdruckspritze wird außer Dienst gestellt, Anfang der 80er Jahre restauriert und dient jetzt als Ausstellungsstück.

 

Am 8. März findet das erste öffentliche Konzert der Musikkapelle Frohngau unter der Leitung von Herrn Leo Mungen im Dorfsaal statt.

 

Am 07. April beschließt der Gemeinderat den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in der Helterstraße. Der Planungsauftrag wird an den Architekten Daheim, Heimbach vergeben. Am 02. September geht der Bewilligungsbescheid ein und mit dem Bau wird begonnen.

 

Am 4. Mai legt Ortsbürgermeister Hubert Evertz aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder.

 

Ewald Zingsheim wird zum Ortsbürgermeister gewählt und ist bis zum 15.Oktober 1964 im Amt..

 

Am 14. August feiert Pfarrer Fritzinger sein vierzigjähriges Priesterjubiläum mit einem festlichen Levitenamt in der Pfarrkirche.

 

Am 15. Oktober wird Johann Schnichels zum Ortsbürgermeister der Gemeinde Frohngau gewählt und ist bis zur kommunalen Neugliederung 1969 im Amt.

 

 

1965

 

In der Hornstraße wird von den Anliegern an Stelle des Feldaltars eine neue Wegekapelle gebaut.

 

Am 26. Februar wird Herrn Hubert Evertz in Anerkennung der um Staat und Volk erworbenen besonderen Verdienste das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Kopie der Verleihungsurkunde

 

Frohngau hat am 31. März 319 Einwohner.

 

Am 15. Juni scheidet Hubert Evertz aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gemeinderat aus. Er verstirbt am 13.Juli1965 und wird unter großer Beteiligung der Bevölkerung auf dem Friedhof in Frohngau beigesetzt. Für ihn wird Josef Notarius Ratsmitglied.

 

 

1966

 

Das Feuerwehrgerätehaus wird gebaut und fertig gestellt der Feuerwehr übergeben.

 

Foto des Feuerwehrgerätehauses

 

 

1968

 

Durch die Neuordnung des Volksschulwesens in Nordrhein-Westfalen wird die Volksschule in Frohngau zum 1. August von der Grundschule in Engelgau (1. bis 4. Schuljahr) und der Hauptschule in Zingsheim (ab 5. Schuljahr) abgelöst.

 

 

1969

 

Am 8. Mai findet die letzte Sitzung des Gemeinderates Frohngau statt. In dieser Sitzung wird der Bau der Leichenhalle auf dem Friedhof beschlossen.

 

1. Juli 1969 - Kommunale Neugliederung

 

Frohngau verliert seine Selbstständigkeit und wird Ortsteil der Gemeinde Nettersheim.

 

Am 9. November wird Peter Schröder in direkter Wahl zum Ratsvertreter für Frohngau und Buir gewählt.

 

Johann Schnichels wird vom Gemeinderat zum Ortsvorsteher ernannt und ist bis 1973 im Amt.

 

Frohngau hat 374 Einwohner.

 

 

1970

 

Auf Grund eines Beschlusses des Gemeinderates Frohngau im Jahre 1969 wird auf dem Friedhof die Leichenhalle gebaut.

 

Bevölkerungsübersicht am 31. März:

 

Haushaltungen 125; Einwohner weiblich 198; Einwohner männlich: 177 = Einwohner gesamt 375.

 

Die Gemeinde schafft ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug TSF an. Die Anschaffungskosten betragen 29.000,00 DM.

 

 

1972

 

Der Kirchturm der Pfarrkirche wird restauriert.

 

Der Musikverein feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einem großen Musikfest.

 

 

1973

 

In dem ehemaligen Schulgebäude wird ein Kindergarten eingerichtet und am 16. April eröffnet.

 

Die Spar- und Darlehnskasse Frohngau eG fusioniert mit der Spar- und Darlehnskasse Nettersheim und verliert damit ihre Selbständigkeit. Die Verschmelzung wird am 4. 9. im Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Blankenheim eingetragen.

 

Matthias Evertz wird vom Gemeinderat zum Ortsvorsteher ernannt und ist bis 1984 im Amt.

 

 

1974

 

Am 14. August feiert Pfarrer Josef Fritzinger sein goldenes Priesterjubiläum.

Unter Beteiligung der Feuerwehr und des Musikvereins sowie der ganzen Bevölkerung aus Frohngau und Buir findet am 17. August abends ein Fackelzug statt.

Die Festmesse findet am Sonntag den 18. August um 17,00 Uhr statt. Anschließend ist die offizielle Gratulationsfeier im Saal Fischer.

 

 

1975

 

Eine schwere Krankheit zwingt Pfarrer Josef Fritzinger zur Aufgabe der Pfarrstelle.

 

Die Kirche wird nach Plänen von Werner Geyer aus Mechernich instand gesetzt.

 

Werner Schnabel (Pfarrer in Zingsheim) wird Pfarrverwalter der Pfarre St. Margareta Frohngau.

Er ist bis 2006 als Pfarrverwalter tätig.

 

Die Landfrauen gründen eine Ortsgruppe der Rheinischen Landfrauen.

 

 

1979

 

Pfarrer Josef Fritzinger verstirbt am 7. Juni 1979. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wird er auf dem Priesterfriedhof hinter der Kirche beerdigt.

 

 

Pfarrer Josef Fritzinger

 

Totenzettel und Grabtafel von Pfarrer Fritzinger

 

 

1980

 

Fußballbegeisterte Sportler aus Frohngau und Holzmülheim gründen den Sportverein SV Erfttal 80 e.V. Die erste Mannschaft spielt in der 3. Kreisklasse.

 

 

1984

 

Peter Schröder wird vom Gemeinderat zum Ortsvorsteher ernannt und ist bis 2004 im Amt.

 

 

1985

 

Am 1. Februar1985 wird auf Initiative des Ortsvorstehers Peter Schröder die Vereinsgemeinschaft Frohngau gegründet. Gründungsvereine sind: Musikverein Frohngau, SV Erfttal 80 e.V., Löschgruppe Frohngau, Tanzgruppe Frohngau, Pfarrgemeinderat und Kirchenchor. Gemäß der Satzung hat die Vereinsgemeinschaft Frohngau die Aufgabe, die Ortveranstaltungen zu koordinieren und die Zusammenarbeit unter den Ortsvereinen zu verbessern.

 

 

1986

 

Die freiwillige Feuerwehr Frohngau feiert im Rahmen des 7. Gemeindefeuerwehrtages vom 5. bis 7. September das fünfzigjährige Bestehen der Löschgruppe Frohngau.

 

Löschgruppe und Standarte 1986

 

Presseberichte zum Jubiläum

 

Am 11. November wird der Theaterverein neu gegründet.

Zweck des Vereins ist die Förderung der Kultur, die Brauchtumspflege und die Erhaltung des Laientheaters.

 

 

1987

 

Die Vereinsgemeinschaft mietet von Herrn Fischer den Dorfsaal für Ortveranstaltungen. Als erste Baumaßnahme wird die Toilettenanlage renoviert.

 

Der Musikverein feiert sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen mit einem großen Musikfest.

 

 

1989

 

Die Vereinsgemeinschaft beginnt mit der kompletten Renovierung des Dorfsaals, unterstützt von der Gemeinde Nettersheim durch öffentliche Mittel.

 

 

1992

 

An der Ecke Holzgasse - Greußstraße wird von den Anliegern der in den 70er Jahren erbaute Bildstock durch einen neuen Bildstock ersetzt. Die Fertigstellung erfolgt 1993.

 

 

1993

 

Die Vereinsgemeinschaft Frohngau wird als eingetragener Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Schleiden eingetragen.

 

Der Dorfsaal wird von der Vereinsgemeinschaft käuflich erworben und wird damit dem Ort Frohngau für die Zukunft erhalten.

 

 

1994

 

Im November bekommt die Löschgruppe als Ersatz für das ausgediente TSF-Fahrzeug ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W mit Wassertank.

 

 

1996

 

Die freiwillige Feuerwehr feiert das sechzigjährige Bestehen mit einem großen Feuerwehrfest.

 

 

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