Kriegerehrenmal - Wegekapellen – Wegekreuze

 

Kriegerehrenmal 1920

 

Am oberen nordwestlichen Rand der Ortslage Frohngau befindet sich ein Hügel mit der Flurbezeichnung „Auf der Greuß“, im Dialekt „Op de Krüß“.

In der Tranchotkarte aus dem Jahre 1810 steht die Flurbezeichnung „Kreutz“. Demnach war hier traditionell der Standort eines Kreuzes.

 

 

Im Herbst 1919 wird die Errichtung eines Kriegerdenkmals an dieser Stelle beschlossen. Das Denkmal wird von dem Kölner Architekten Stephan Mattar entworfen und durch seine Vermittlung in Köln in rotem Mainsandstein hergestellt.

Die Gesamtkosten von 3000 Mark werden zur Hälfte durch Spenden gedeckt. Die Restfinanzierung übernimmt die Gemeinde Frohngau.

 

Die feierliche Einweihung erfolgt am Margaretenfest 1921.

 

 

Kriegerehrenmal aktuell

 

 

Nach dem 2. Weltkrieg wurde mit Unterstützung der Gemeinde durch die Frohngauer Bevölkerung das jetzige Ehrenmal für die Opfer der Weltkriege 1914/1918 und 1939/1945 gebaut.

 

Wegekapelle Holzgasse – Greußstraße aus dem Jahre 1992

 

 

An der Ecke Holzgasse - Greußstraße wurde gemäß einer Aufzeichnung von Peter Kirch aus Frohngau 1927 ein Feldaltar errichtet. An dieser Stelle wie auch an der Ecke Hornstraße - Alte Gasse hatten Generationen zuvor Wegekreuze gestanden.

Der Altar war aus Bruchsteinmauerwerk ausgeführt und mit einem Steinkreuz (Grabkreuz Pfarrer Bausen 1891 verstorben) versehen. Anfang der 1970er Jahre ersetzte man den alten Feldaltar durch einen neuen. Als sich 1990 an diesem erhebliche Baumängel zeigten, fasste man den Entschluss, hier eine Kapelle zu bauen. Diese wurde in Eigenleistung der Anlieger und durch Zuschüsse der Gemeinde Nettersheim im Jahre 1992 errichtet. Sie besteht aus Grauwacke, hat eine dreiseitige Rückwand und ein Schieferdach, durch eine Eisengittertür ist sie gesichert. Auf einem Holzaltar, der von Walter Müller kostenlos angefertigt wurde, steht eine Figur der Muttergottes mit dem Jesuskind auf dem Arm, dieses hält in seiner rechten Hand eine Kugel, welche die Welt versinnbildlicht. Die Figur wurde im Handweberdorf Rupperath erworben. An der unteren Vorderseite des Altares ist eine Takenplatte angebracht, die vom Feldaltar aus dem Jahre 1927 übernommen wurde.

Auf dieser Takenplatte sind der hl. Petrus mit Schlüssel und der hl. Johannes mit Kelch dargestellt.

 

Nach Hans Peter Schiffer „Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim

 

Innenansicht der Wegekapelle Holzgasse – Greußstraße

 

 

Vorgängerkapelle  aus dem Jahre 1972.

 

 

Der im Jahre 1927 an dieser Stelle errichtete Feldaltar

 

 

Wegekapelle Helterstraße - Am Staffenberg

 

 

1929 wurde diese Wegekapelle aus behauenen Kalksteinen, die man beim Bau der Pfarrkirche erübrigt hatte, gebaut. Teile des Kreuzes aus dem Jahre 1873 wurden wieder verwendet. Auf dem Dach über dem Eingang steht das weiße Wegekreuz in neugotischer Form. Im Giebel über der Tür an der Südseite ist eine spitzbogige Muschelnische mit weit vortragender, Blatt besetzter Sakramentsnische eingebaut.

An der West- und Ostseite befindet sich je ein flachbogiges, farbig verglastes Fenster. Der Innenraum besitzt eine hölzerne Flachtonnendecke. Hinter einem schmiedeeisernen Gitter steht ein Altartisch aus Holz, auf dem vor einem blauen Vorhang eine weiße Statue der Muttergottes „der Jungfrau der Armen“ Banneux - Statue aufgestellt ist. Diese wurde am 21. März 1964 feierlich eingeweiht.

Auf dem unteren Teil des Altares (Teil des Wegekreuzes) stehen die Buchstaben J M J (Jesus, Maria, Josef), der Spruch" Gelobt sei Jesus Christus“, die Jahreszahl 1871 und die Buchstaben J G

 

Nach Hans Peter Schiffer „Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim

 

Innenansicht der Kapelle Helterstraße - Am Staffenberg

 

 

Pressebericht über die Einweihung der Maria-Statue im Jahre 1964

 

 

Wegekapelle Hornstraße – Alte Gasse

 

 

Am Standort der jetzigen Wegekapelle wie auch der Standort der Wegekapelle Ecke Holzgasse / Greußstraße hatten Generationen zuvor Wegekreuze gestanden. Im Jahre 1927 wurde aus Bruchsteinmauerwerk ein Feldaltar errichtet, der mit einem Steinkreuz versehen war. Zu Fronleichnam wurde ein Holzaltar aufgesetzt. Die jetzige Wegekapelle wurde durch die Anlieger 1965 errichtet und durch Spenden, die Josef Schnichels im Ort sammelte, finanziert. Zur Straße hin ist sie offen, im Innern steht ein gemauerter Altar, über dem sich ein Holzkreuz mit Kruzifix befindet. Die im Hang gebaute Wegekapelle ist mit einem Schieferdach versehen.

 

Nach Hans Peter Schiffer „Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim

 

Innenansicht der Kapelle Hornstraße – Alte Gasse

 

 

 

Wegekreuz Birkenhecker Straße – Hornstraße

 

 

Aus Dankbarkeit, dass in dem Deutsch-Französischen Krieg 1871-72 keine Gefallenen und keine Verwundeten zu beklagen waren, wurden 1873 in Frohngau 3 Kreuze aufgestellt. Ein Kreuz am Ende der Helterstraße, ein Kreuz auf der Greuß wo jetzt das Kriegerehrenmal steht und ein Kreuz an der Ecke Birkenhecker Straße / Hornstraße.

Dieses Kreuz wird schwarzes Kreuz genannt. Es war im Laufe der Jahre schwarz geworden.

Im Jahre 1984 wurde mit Unterstützung der Gemeinde von der Nachbarschaft der Standort neu gestaltet und das alte Kreuz durch ein neues ersetzt.