Chronik des Dorfes Frohngau 1801 bis 1900
1802
Frohngau
und Buir trennen sich von der Pfarre Tondorf und gründen eine eigene
Pfarre.
Erster
Pfarrer ist Joh. Jos. Chrysanth Kolvenbach, geboren am 31.05.1752 in
Münstereifel. Er wird am 26. September eingeführt und ist bis zum
13.01.1819 in Frohngau tätig. Paulus
Radermacher, von Beruf Achsenmacher, aus Dorsel wird als erster
Schullehrer und Kirchendiener angestellt und ist bis 1826 tätig.
Sein Vater soll Landsknecht auf der Burg Aremberg gewesen sein. (Siehe
unter 1814 „Bericht über das Schulwesen im Kanton Gemünd
nach der französischen Zeit“.) 1803 Das
Rheinland wird auf Veranlassung der französischen Besatzung ab 1803
durch Tranchot neu kartiert. (Siehe unter Bildergalerie: Frohngau
1809) 1804 Durch
ein Dekret des damaligen Bischofs von Aachen, Marcus Antonius
Berdolet, über die neue Begrenzung der Pfarren wird die
Pfarrerhebung offiziell bestätigt. Frohngau
muss 200 Reichstaler Kriegskontribution zahlen, die von Peter Kirch
und Johannes Kurth vorgestreckt wird. 1808 Die
Kanzel aus der abgerissenen St. Johanniskirche in Münstereifel kommt
in die Kirche nach Frohngau. 1812 Die
französische Besatzung führt eine Volkszählung durch, die
für Frohngau folgendes Ergebnis hat: Häuser 37, davon 1 nicht
bewohnt, 174 Einwohner. davon 67 männlich, 50 weiblich und 57 Kinder
unter 13 Jahre. Quelle:
Hauptstaatsarchiv Düsseldorf. Best.: Roer-Depart./Akte 1690, Blatt 32-33 Blatt 289 / R bis 291 / R und Blatt 301 / R bis 303 / R
1813 Pfarrer
Kolvenbach kauft laut Kirchenrechnung auf einer Versteigerung in
Blankenheim für über 100 Reichstaler Kirchenmöbel.
Frohngau
stellt acht Mann zur Rheinarmee, wovon sechs fallen. 1814 Im
Unterhaltungsblatt
für den Kreis Schleiden Nr. 66, 68 und 70 aus
dem Jahre 1926 wird in einem Bericht über das Schulwesen im Kanton
Gemünd nach der französischen Zeit (1814) unter 7. in der Mairie
Holzmülheim das Schulwesen in Frohngau beschrieben. 1815 Nach
dem Wiener Kongress werden am 5. April das Rheinland und somit auch
der Ort Frohngau preußisches Staatsgebiet. 1816 Von
April bis September vernichten Frost, Schnee und Eisstürme Ernten in
Nordamerika und Europa. Es kommt zu Hungersnöten. Ursache für
das Jahr ohne Sommer ist der Ausbruch des indonesischen
Tambora-Vulkans 1815, der auf der Nordhalbkugel einen vulkanischen
Winter verursacht. Die Abkühlung des Weltklimas durch den Ausbruch
hält noch bis 1819 an.
In
der Eifel bricht eine große Hungersnot aus. In den Monaten April und
Mai schneit es tagelang. Die Felder können nicht bestellt werden
oder die Feldfrüchte verfaulen auf dem Feld. 1819 Pfarrer
Kolvenbach verlässt die Pfarrgemeinde.
Pfarrverwalter
wird zunächst Pfarrer Johann Matthias Linden aus Bouderath. Am
19.Oktober 1819 wird Mathias
Anton Frings,
geboren in Eschweiler bei Münstereifel am 01.06.1791, Pfarrer
von Frohngau und ist bis 1827 in Frohngau tätig. 1821 Gemäß
Wörterbuch des Preußischen Staates von 1821 hat Frongau 203
Einwohner.
1826 An
der Pfarrkirche wird östlich vor dem Chor eine Sakristei angebaut. Die
1689 neben der Kirche erbaute erste Schule wird durch einen Neubau
ersetzt und wird bis zum Jahre 1908 genutzt.
Paulus
Radermacher beendet seinen Schuldienst. Nach ihm sind folgende Lehrer
in Frohngau tätig:Schmitz von Witscheiderhof, Poll aus Urfey, Pütz
aus Sötenich, Schmitz aus Nöthen, Stappen aus Alendorf.
1827 Wechsel
vom Dekanat Gemünd ins Dekanat Steinfeld. Pfarrer Mathias Anton
Frings verlässt Frohngau. Danach ist er Pfarrer in Conzen,
Effelsberg und Kleinbüllesheim. Er verstirbt am 28.07.1860 in
Aachen.
Lambertus
Lentz, geboren am 19.03.1767, wird Pfarrer in Frohngau und ist bis zu
seinem Tod am 12. Februar 1844 in Frohngau tätig. Er soll ein guter
Schütze gewesen sein und versorgte gelegentlich seine Küche mit
einem Hasen oder Reh.
Als
ihm einmal ein Hase gebracht wurde der nicht waidgerecht erlegt
worden war, soll er folgenden Ausspruch gemacht haben: „Wat
für en Sau hät däe nu wie jeschauße“ 1828 Gemäß
der Topographisch statistischen Beschreibung der Rheinprovinz
hat Frohngau 219 Einwohner. 1832 Thomas
Stappen wird Lehrer in Frohngau und ist über 30 Jahre lang bis zum
Jahre 1866 tätig. 1838 Im
Wochenblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 14 vom
3. April werden die Gast- und Schankwirte in der Bürgermeisterei
Holzmülheim aufgeführt, davon aus Frohngau Jakob Blum und Georg
Witzeller. Im
Wochenblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 52 vom
25. Dezember, wird ein Holzverkauf zu Frohngau bei der Witwe Blum für
den 3. Januar 1839, morgens 10 Uhr angekündigt. 1840 Johann
Peter Handwerk aus Blankenheimerdorf bietet im Wochenblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 16 vom 17.04.1840 in
Frohngau eine 10 Jahre alte Scheune zum Verkauf an. Der
Gemeinderat beschließt die Instandsetzung der Friedhofsmauer und
schreibt diese im Wochenblatt und Anzeiger für den Kreis
Schleiden Nr. 25 vom 19.07. 1840 aus. Gemäß
Wochenblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 5 vom
29.01.1841 sind für Frohngau zum 31.12.1840 verzeichnet: Häuser 45;
Einwohner 219, darunter katholische 219. 1842 Am
Pfarrhaus ist eine Reparatur durchzuführen. Die notwendigen Gewerke
werden am 4. 2. im Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 6
ausgeschrieben. Im
Amtsblatt für den
Regierungsbezirk Düsseldorf wird
unter dem 21. 4. ein Steckbrief gegen den Knaben Peter Schmitz aus
Frohngau veröffentlicht. Im
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis
Schleiden Nr. 30 vom
29. Juli 1842 wird das Körergebnis der Bullen im Kreis Schleiden
bekanntgegeben. Unter der laufenden Nr. 50 ist der Halter Georg
Witzeler zu Frohngau aufgeführt. 1843 Die
Gemeinde Frohngau verkauft eine Wiese im Hessenbenden an dem Walde
Birkenheck und bietet diese im Wochenblatt und Anzeiger für den
Kreis Schleiden Nr. 15 an. 1844 Pfarrer
Lambertus Lentz stirbt am 12. Februar im Alter von 76 Jahren.
Pfarrverwalter wird Pfarrer Haas aus Tondorf.
Peter
Christian Wurth aus Kreuzberg, bisher Vikar in Opladen, wird am 4. 3.
als Pfarrer eingeführt. Geboren am 1.02.1797. wurde er am 23.09.1826
zum Priester geweiht. Er ist bis zu seinem Tod am 20. September 1877
in Frohngau tätig. Unter seiner Regie wird 1868 bis 1869 die Kapelle
in Buir gebaut. 1845 Die
innere Instandsetzung des Pfarrhauses ist durchzuführen. Die
Ausschreibung erfolgt unter dem 2. April im Wochenblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 15. 1846 Die
Reparatur und innere Instandsetzung des Schulhauses ist
durchzuführen. Die Ausschreibung erfolgt unter dem 7. November im
Wochenblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 46. 1847
Im
Wochenblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 20 vom
11. Mai 1847 wird der Verkauf von 7 Parzellen Kirchenland durch den
Bürgermeister von Holzmülheim beim Vorsteher Hubert Blum in
Frohngau für den 22. Juni 1847, nachmittags 1 Uhr
angekündigt. Georg
Witzeler verpachtet ein Wohnhaus mit Nebengebäuden und 50 Morgen
Land und schreibt diese im Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 23 aus. Im
Wochenblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 24 vom
11. Juni 1847 wird das Körergebnis der Bullen im Kreis Schleiden
bekanntgegeben. Unter der laufenden Nr. 39 ist der Halter Georg
Witzeler zu Frohngau aufgeführt. 1848 Die
Bundesstraße 51 von Köln nach Trier wird ausgebaut und damit die
Eifel verkehrsmäßig erschlossen. 1849
Im
Unterhaltungs- und Anzeigeblatt für den Kreis Schleiden Nr. 1
vom 5. Januar 1849 wird ein Holzverkauf zu Frohngau beim Wirthen Blum
für den 11. Januar 1849, Morgens 10 Uhr angekündigt. Im
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden und Umgebung Nr. 21
vom 8. Juni 1849 wird das
Körergebnis der Bullen im Kreis Schleiden bekanntgegeben. Unter der
laufenden Nr. 36 ist der Halter Witzler aus Frohngau aufgeführt. 1850 In
einem Buch mit dem Titel "Der
Regierungsbezirk Aachen Ein
Wegweiser für Lehrer, Reisende und Freunde der Heimathkunde" von
J.H. Kaltenbach, Lehrer an der höheren Bürger- und
Provinzial-Gewerbeschule zu Aachen aus dem Jahre 1850 werden unter
anderem die Orte der jetzigen Gemeinde Nettersheim
beschrieben. 1851 Die
Kirchengemeinde kündigt den öffentlichen Verkauf von Holz im
Kirchenwald von Frohngau und im Kapellenwald von Buir im
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 13 an. 1852 In
dem Buch: „Eiflia illustrata oder geographische und historische
Beschreibung der Eifel“ Untertitel: „Die
Städte und Ortschaften der Eifel 1852“ sind
die Orte der Bürgermeisterei Holzmülheim beschrieben. Danach hat
Frohngau 265 Einwohner, die in 41 Häusern wohnen. 1853 Die
Kirchengemeinde kündigt einen weiteren öffentlichen Holzverkauf
im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 12
an. 1854 Die
bestehende Postkutschenverbindung Köln - Trier wird um eine
Haltestation erweitert, die an Buirhaus eingerichtet wird und von
Frohngauern genutzt werden kann. 1857 Bürgermeister
Nelles kündigt im Unterhaltungblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 6 in
einer Bekanntmachung die Jagdverpachtung auf dem Banne der
Gemeinde Frohngau an. Der
Junggesellenverein Frohngau wirbt in einer Anzeige im
Unterhaltungsblatt für den Kreis Schleiden Nr. 42 für die
Kirmes in Frohngau am 18., 19., und 20. Oktober. 1860 Der
Bürgermeister Nelles der Gemeinde Holzmülheim-Tondorf kündigt den
öffentlichen Verkauf von Holz im Unterhaltungsblatt und Anzeiger
für den Kreis Schleiden Nr. 1 an. 1862 Pfarrer
Peter Christian Wurth kauft die alte Orgel aus der Pfarrkirche zu
Opladen für 200 Thaler an. Diese wird in der Pfarrkirche in Frohngau
aufgestellt und bis zum Neubau der Kirche genutzt. Nach
dem Neubau der Kirche 1923-1924 wird diese in der Kapelle in Buir
aufgestellt, wo sie bis heute genutzt wird. 1864
1866 Bürgermeister Nelles kündigt im Unterhaltungblatt und Anzeiger für den Kreis
Schleiden Nr. 9 vom 2. 3. in einer Bekanntmachung die Jagdverpachtung der Gemeinde Frohngau an. Nach
der Pensionierung des Lehrers Thomas Stappen wird die Schule zwei
Jahre lang von dem Lehr-Aspiranten Peter Schönenberg verwaltet. DerBrandweiher, auf dem Grundstück gegenüber der Kirche, wird
ausgebaut. (jetzt Kinderspielplatz und ehemalige Volksschule). Im
Handbuch der Erzdiözese Köln wird die Pfarrei Frohngau
dargestellt. 1868
Die
Instandsetzung des Schulhauses ist durchzuführen. Die Ausschreibung
erfolgt unter dem 21. August im Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis
Schleiden Nr. 34. Josef
Beißel, geboren am 2 Oktober 1846 in Oberdrees übernimmt am 13.
Oktober provisorisch die Lehrerstelle. Am 16. November 1874 wird ihm
die Verwaltung der Schulstelle Frohngau definitiv übertragen. Er ist
bis zum Jahre 1897 als Lehrer tätig. (Siehe Schulchronik) 1869 (Auszug
aus der Chronik von Mahlberg und Michelsberg) Durch
den Zimmermeister Hövel aus Frohngau wird auf dem Michelsberg für
490 Thaler der Turmhelm für die Michaelskapelle fertig gestellt.
Der 1866 pensionierte Lehrer Thomas Stappen verstirbt am 3. November im
Alter von 62 Jahren. 1870 Um
die Kirche mit dem Friedhof wird eine Mauer errichtet. In diese Mauer
ist eine Vielzahl von historischen Grabkreuzen aus Sandstein
eingearbeitet, die aus dem 18. Jahrhundert stammen.
Die
Witwe des am 3. November 1869 verstorbenen Lehrers Thomas Stappen
bietet in einer Anzeige im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für
den Kreis Schleiden Nr. 02 den Nachlass zum Verkauf an. In
einer Anzeige im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis
Schleiden Nr. 25 wird der Verkauf von Grundstücken des
verstorbenen Lehrers Thomas Stappen für den 31. 8.1870 Vormittags 9
Uhr angekündigt, am 23. 8 1870 abgesagt und am 9.12.1870 für den
13. 2.1871 Vormittags 9 Uhr in dem Wirtschaftslokal der Frau Witwe
Blum zu Frohngau neu angekündigt. 1871 Am
1.12.1871 findet in der Provinz Westfalen eine Volkszählung statt.
Frohngau hat 202 Einwohner, davon männlich 110, weiblich 92, in
Frohngau geboren 166. Das Ergebnis für die Bürgermeisterei
Holzmülheim-Tondorf ist in der nachfolgenden Statistik
veröffentlicht. 1872 Genehmigung
einer Schenkung der Geschwister Johann und Hubert Blum „Dem
Antrag des Kirchenvorstandes zu Frohngau vom 18. diesen Monats
entsprechend genehmigen Wir demselben von Geschwister Blum angeboten
Schenkung eines Kapitals von 60 Thaler behufs Stiftung einer
alljährlich an einem Donnerstag im Monate Februar für die
verstorbenen Eltern Jakob Blum und Margaretha Crump abzuhalten eine
Segensmesse mit Gesang und Orgelbegleitung bei welcher für die
selben drei Vater unser und Ave Maria gebetet werden sollen
ermächtigen den Kirchenvorstand zur Annahme und verordnen um den
Zinsen dem Pfarrer als Zelebrant 20/30 dem Küster und Organisten
5/30 und der Kirche welche dem Balgtreter 3 Silbergroschen zahlt den
Rest zuzuweisen. 1873 Die
Gemeinde Frohngau legt an den Ortsstraßen Regenrinnen (Gossen) an.
Die Ausschreibung erfolgt im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für
den Kreis Schleiden Nr. 30. Notar
Graffweg von Blankenheim schreibt in der Teilungssache der Erben des
verstorbenen Laurenz Radermacher im Unterhaltungsblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 43 die Licitation
(Auktion) aus. 1875 Am
1. Dezember 1875 findet im Preußischen Staat eine Volkszählung
statt. Beim Zählvorgang werden nur die ortsanwesenden Personen
gezählt. Wer am Tage der Zählung nicht anwesend ist, wie
Militärpflichtige, außerhalb des Heimatortes arbeitende, und auf
Reisen befindliche Personen werden bei der Zählung nicht
berücksichtigt. Die Volkszählung hat für Frohngau folgendes
Ergebnis: Männliche Personen 107; weibliche Personen 91;
Ortsanwesende: 198.
Die
Ergebnisse werden im Unterhaltungblatt und Anzeiger für den Kreis
Schleiden Nr. 41 am 13. Oktober 1876 veröffentlicht. 1877 Am
20. Juni schlägt der Blitz in den Turm der Kirche ein, welcher
erheblich beschädigt wird. Die Feuerversicherung zahlt nur 75 Mark
Entschädigung. Am
20. September stirbt Pfarrer Peter Christian Wurth im Alter von 80
Jahren. Sein Grabstein steht noch hinter dem Kirchturm auf dem
Priesterfriedhof. Infolge des Kulturkampfes zwischen Staat und Kirche
wird die Pfarrstelle Frohngau 10 Jahre lang nicht besetzt. Die Pfarre
wird von den Vikaren Hinzen aus Eiserfey und Langenhard aus Nöthen
betreut. Sonntags kommt ein fremder Geistlicher zu Pferd als
Aushilfe. Er erhält 8,00 Mark. Der
Bürgermeister Nelles gibt in einer Anzeige lm Unterhaltungsblatt für
den Kreis Schleiden den Ausbruch der Klauenseuche bekannt. 1878 Der
Gemeinderat beschließt den Ausbau des Weges nach Roderath. Die
Ausschreibung erfolgt im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den
Kreis Schleiden Nr. 46. Der Ausbau erfolgt 1879.
1879 Von
1879 bis 1895 wurde eine Chronik von der Bürgermeisterei Holzmülheim
- Tondorf geführt. Der Bürgermeisterei gehörten folgende Orte an:
1. Tondorf, 2. Rohr, 3. Lindweiler, 4. Engelgau, 5. Frohngau , 6.
Buir, 7. Holzmülheim, 8. Bouderath, 9. Roderath
In der jeweiligen Jahreschronik wurden unter anderem besondere
Ereignisse, die Wetterdaten des jeweiligen Jahres und eine
Jahresstatistik von 1879 bis 1889 dargestellt. Die
Einwohnerzahlen und der Viehbestand beziehen sich auf die gesamte
Bürgermeisterei.
(Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim - Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1880 Am
1. Dezember findet im Kreis Schleiden eine Volkszählung statt.
Frohngau hat demnach 197 Einwohner. Die Ergebnisse werden im
Unterhaltungblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 77
am 27. September 1882 veröffentlicht.
(Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1881
(Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1882
Der
Gemeinderat beschließt den Ausbau der Straße von Frohngau bis
Birkenheck. Die Ausschreibung erfolgt im Unterhaltungsblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 39. (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) Wegen
öffentlicher Bauten ist zu verzeichnen, daß am 31 ten Mai d. J. der
Verbindungsweg zwischen Frohngau und der Premiumstraße zwischen
Tondorf und Engelgau (bei Birkenheck) öffentlich an den
Wenigstfordernden durch den Bürgermeister zum Ausbau in Verding
gegeben worden ist. Der Kostennachlag betrug in Sa. 4515 Mark und
wurde dem Letztbietenden Nocolas Diederichs von Breitscheid bei
Adenau für die Summe von 2570 Mark zugeschlagen. An
Unglücksfällen in diesem Jahre ist zu bemerken, daß am 10 ten
December Abends gegen 8 Uhr das Haus des Tagelöhners Egidius Heinen
zu Frohngau nebst Scheune und Stall vollständig niederbrannte. Der
Brand dauerte nur ca. 2 Stunden bis gegen 10 Uhr Abends, bis wohin
das Gebäude vollständig am Boden lag und nur noch vereinzelte
Holzstücke in der glimmenden Asche rauchten. Das Haus lag an der
Südseite des Dorfes Frohngau, das letzte an der sogenannten
Kummengasse und bei dem herrschenden Südwinde an genanntem Abend ist
es nur der sofortigen energischen Hülfe der gesamten Einwohner von
Frohngau, sowie derjenigen der nächstgelegenen Gemeinden
zuzuschreiben, daß das Feuer nicht weiter um sich gegriffen hat;
wesentlich mag jedoch auch noch der Umstand dazu beigetragen haben
daß gerade an dem Abende die Dächer mit einer wenn auch nur dünnen
Schneelage bedeckt waren. Über die Ursache dieses Brandes ist nichts
Sicheres festgestellt worden; es war zwar der Verdacht allgemein daß
der genannte Eigenthümer Heinen um die Entstehung wisse, die
angestellten und durch die Königliche Staatsanwaltschaft
fortgesetzten Untersuchungen haben jedoch kein positives Resultat
gehabt. An Brandvergütung hat Heinen von der Rheinischen Provinzial
- Feuer – Societät im Ganzen 768 Mark erhalten.
(Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1883 Zur
Brandbekämpfung wird eine neue Feuerspritze angeschafft, welche der
Klempnermeister und Pumpenmacher Joseph Stemmler von Call zur
Zufriedenheit der Gemeindevertretung geliefert hat. Foto
der Feuerspritze Zur
Aufbewahrung der Feuerspritze wird an die Pfarrscheune eine Remise
angebaut. Die Ausschreibung erfolgt im Unterhaltungsblatt für den
Kreis Schleiden Nr. 25.
Foto
der Remise (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895)
1884 Am
21. Dezember verirrt sich der achtzehnjährige Johann Hövel im
Schneesturm auf dem Weg von Engelgau nach Frohngau. Im
Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden 1885 Nr.
2 wird darüber berichtet. Trotz eifrigen Suchens findet man die
Leiche erst beim Abgang des Schnees am 6. Febr.1885. Ueber
außergewöhnliche Unglücksfälle ist zu verzeichnen daß der
Lagerarbeiter Johann Hövel aus Frohngau, 18 Jahre alt, Sohn des
Zimmerers Johann Hövel und dessen Ehefrau Susanna geb. Schmidt von
Frohngau auf der Heimreise von Mechernich nach Frohngau am 21.
December abends sich zwischen Engelgau und Frohngau bei starkem
Schneegestöber verirrte. Nachdem die Eltern Kenntnis davon erhalten
hatten, daß er auf der Heimreise in Engelgau gesehen worden war und
danach nicht zu Hause eintraf, hat der Vater Hövel das auffallende
Verschwinden seines vorgenannten Sohnes auf dem Bürgermeistereiamte
angemeldet. Es wurden demnach die sämtlichen Einwohner resp.
Erwachsenen Männer der nächstgelegenen Gemeinden Frohngau,
Engelgau, Tondorf und Roderath vom Bürgermeister aufgeboten, trotz
des allenthalben hoch liegenden Schnees Feld und Wald ihrer bez.
Gemarkungen behufs Auffindung des Hövel Sohn abzusuchen. Die
angeordnete Absuchung war indessen ohne Erfolg. Eine nochmalige
Absuchung von Wald und Flur der genannten Gemeinden war ebenfalls
ohne jeglichen Erfolg. Erst nach 7 Wochen am 6. Februar 1885 wurde
bei einer nochmals angeordneten Durchsuchung der genannten Fluren,
bei größtentheils abgegangenem Schnee die Leiche des Genannten
aufgefunden in dem sogenannten Genfbache in der Gemarkung der
Gemeinde Engelgau cirka 150 Schritte oberhalb der Brücke am
Weyerbenden, (wo der Fußpfad über die genannte Brücke nach
Blankenheim führt. Die Leiche lag ganz im Wasser des genannten
Baches und war noch ganz gut erhalten; von Verwesung war noch keine
Spur wahrzunehmen. Die gründliche Untersuchung ergab, daß der Tod
durch Erfrieren eingetreten sei. Wahrscheinlich war demnach g. Hövel,
nachdem er irrend längere Zeit in der Nacht am 21. Dec. Umher
gelaufen, in der Nähe der Fundstelle niedergesunken vor Ermattung,
danach erfroren und von dem Wasser des Anfangs Februar abgehenden
hohen Schnees bis in die bezeichnete Stelle des Baches weiter
fortgeschwemmt worden. Nachdem die gerichtliche Untersuchung an Ort
und Stelle stattgefunden hatte, wurde die Leiche mit einem Sarge
durch eine Fuhre nach Frohngau transportiert und dort an demselben
Tage noch gegen Abend unter allseitiger Theilnahme kirchlich
beerdigt. An
außergewöhnlichen Bauten wurde vorgenommen: Der
Ausbau des Verbindungsweges von Frohngau direct auf Engelgau wurde am
10 ten Mai öffentlich an den
Wenigstfordernden in Verding gegeben für das Letztgebot von 2900
Mark. Die Wegestrecke fing am Dorfe Frohngau an, ging über die
sogenannte Kraus bis zur Grenze der Gemarkung Frohngau nach Engelgau
und war 1120 Meter lang, veranschlagt zu 3971 Mark 05 Pfg. Die
Ausschreibung erfolgt im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den
Kreis Schleiden Nr. 35. (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1885 Am
Pfarrhaus sind Instandsetzungsarbeiten durchzuführen. Die
Ausschreibung erfolgt im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den
Kreis Schleiden Nr. 63. (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895)
Frohngau
hat am 1.12. 193 Einwohner. 1886 Der
Gemeinderat beschließt die Herstellung resp. Neuanlage von 132 qm
Straßenrinnen. Die Ausschreibung erfolgt im Unterhaltungsblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 46. Die
Erben der Eheleute Heinrich Meyer und Helene geborene Radermacher
verkaufen den gesamten geerbten Besitz und schreiben den Verkauf
(Licitation) im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis
Schleiden Nr. 95 aus.
(Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1887 Als
Nachfolger von Pfarrer Peter Christian Wurth, verstorben am
20.09.1877, wird Petrus Hubert Bausen, geboren am 13. September
1840 in Langendorf, am 21. Juni Pfarrer der Pfarrgemeinde Frohngau
und ist bis zu seinem Tod am 10. Januar 1891 tätig.
(Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1888 Der
Gemeinderat beschließt den Verbindungsweg von Frohngau nach Buir
auszubauen. Die Ausschreibung erfolgt im Unterhaltungsblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 76.
(Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1889 Der
Kirchturm wird abermals von einem Blitz getroffen und erheblich
beschädigt. Die Seite zum Dorf hin wird herunter gerissen. Der
Schaden von 390 Mark wird von der Provinzialfeuerversicherung
gedeckt.
(Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1890 Am
16. Juli 1890 besucht der Erzbischof Philippus Crementz erstmalig die
Pfarrgemeinde Frohngau und erteilt 24 Kindern das Sakrament der
Firmung. Am
16. und 17. Juli dieses Jahres war der hochwürdigste Herr Erzbischof
von Köln Dr. Philippus Kremenz in den Pfarreien Frohngau und
Bouderath behufs Vornahme der canonischen Visitation und Ertheilung
der heil. Firmung anwesend. Bei Gelegenheit dieses hohen Besuches
waren in den genannten Gemeinden die Straßen und Häuser durch
Triumpfbogen, Fahnen, Girlanden, Bäume und Laubwerk sowie Blumen in
der innigsten schönsten Weise geziert. (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1891 Pfarrer
Peter Hubert Bausen stirbt am 10. Januar im Amt. Er wird in Frohngau
auf dem Kirchhof beerdigt. Sein Grabstein wird später für den
Bildstock Holzgasse – Greußstraße verwendet.
(Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) Am
10. Januar starb zu Frohngau der dortige Pfarrer Herr Peter Hubert
Bausen im Alter von 50 Jahren an der Lungenschwindsucht, nachdem
derselbe kaum 4 Jahre als Pfarrer zu Frohngau fungiert hatte; die
erwähnte Pfarrgemeinde verlor an dem genannten Herrn einen
pflichttreuen frommen Seelsorgerund wird derselbe noch lange Jahre in
dankbar gesegnetem Andenken bleiben. Derselbe war geboren zu
Langendorf bei Jülich. Die Pfarrstelle bleibt bis 1892
unbesetzt. Pfarrverwalter ist Pfarrer Heyers aus Tondorf. 25
Jugendliche erhalten in der Pfarrkirche das Sakrament der Firmung.
Firmpaten sind Frau Beißel und der Kirchenpräsident Grons. Stiftungen
Johann Blum (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) In
der Gemeinde Frohngau starb am 11. Februar ds. Js. der Junggeselle
und Ackerer Johann Blum; derselbe testierte fast sein ganzes nicht
unbeträchtliches Vermögen zu wohlthätigen Zwecken nämlich: 1.
9000 Mark zur Stiftung einer Sonn- u. Feiertägigen Frühmesse zu
Frohngau, 2.
2500 Mark zur Stiftung einer Allerseelenoctav bei derselben Kirche
und
3,
nach Abzug einiger kleinen Legate, den Rest zur Stiftung eines
Armenfonds für die Gemeinde Frohngau, welch letzterer Fonds immerhin
noch ca. 7500 Mark betragen wird, vorausgesetzt wenn die
landesherrliche Genehmigung ertheilt wird, welche bis jetzt noch
nicht erfolgt ist. Nach
dem Tod von Johann Blum wird in einer Anzeige des Notars Becker im
Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 17 ein
großer Mo- und Immobilar-Verkauf angekündigt. (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) Am
11. Juli abends gegen 10 Uhr ist in der Wohnung No. 6 Christian
Schnichels zu Frohngau Feuer ausgebrochen, welches nur durch die
schleunigen Löscharbeiten der der Einwohner und Benutzung der
Feuerspritze beim Anfange erstickt wurde, sonst wäre bei der
Strohbedachung mehrerer Nachbarhäuser ohne Zweifel eine Reihe von
Häusern in der Weithe des Dorfes abgebrannt. Es wurde daher durch
den Brand und die Löschvorrichtung nur der Dachstuhl des genannten
Wohnhauses zerstört. das Gebäude war bei der Rheinischen Provinzial
– Feuer – Societät gegen Brandschaden versichert und betrug die
festgestellte Entschädigungssumme 300 Mark. (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) Der
neu ausgebaute Verbindungsweg von Frohngau (:resp. Thal genannt
Missenthal:) durch den Kirchenwald Haart wurde im Anfang des Jahres
beendigt. im Ganzen wurden hierzu incl. Grundentschädigung und
Nebenkosten, von der Gemeinde verwendet 3615 Mark. Zu diesen Kosten
sind seitens der Provinzial-Verwaltung 1200 Mark Beihülfe an
die Gemeinde bewilligt und ausbezahlt worden. 1892 Für
die Gemeinde Frohngau wird die Anlegung eines Grundbuchs angeordnet.
Die Anlegung wird im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis
Schleiden 1892 Nr. 31 vom 5. April angekündigt und beginnt am 15.
April. Am
16. September wird Jakob Fey, geboren am 20. August 1851, zum
Pfarrverwalter der Pfarre Frohngau ernannt. Er tritt diese Stelle am
6. Oktober an. Am
20. November bildet sich der Cäcilienverein. Lehrer Josef Beißel
übernimmt die Leitung. Das
Viehbestandslexikon für die Rheinprovinz 1894 weist zum 1.12. den
nachfolgenden Bestand für Frohngau aus: Nach
dieser Statistik hat Frohngau am 1.12. 194 ortansässige Einwohner. (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim Tondorf vom Jahre
1879 bis 1895) 1893 Am
2. Januar wird Jakob Fey, am 10.08.1878 zum Priester geweiht, zum
Pfarrer von Frohngau ernannt und am 24. Januar feierlich eingeführt.
Er ist bis 1897 in Frohngau tätig. Er stirbt am 18.02.1924 in
Steyl. Pfarrer
Jakob Fey Im
Mai tritt eine große Dürre ein. Die Brunnen versiegen und die
Felder, Wiesen und Weiden vertrocknen. Nur ein Brunnen hat in den
frühen Morgenstunden Wasser aber dasselbe ist ungenießbar. Aufgrund
des Wassermangels muss Wasser von auswärts geholt werden. Ein
Weideauftrieb kann nicht erfolgen. Die Heureserven sind aufgebraucht.
Viele arme Leute sind gezwungen, ihr Vieh abzuschaffen. Der
Viehbestand halbiert sich. Die Ernte bringt nur 25 % des normalen
Ertrages. Nach
einer Veröffentlichung im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den
Kreis Schleiden Nr. 51 herrscht in der Eifel auf Grund der lang
anhaltenden Trockenheit große Futternot. (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim-Tondorf) 1894 Der
Gemeinderat Frohngau beschließt den Ausbau des Verbindungsweges von
Frohngau nach Blankenheim Sektion I und II. Am 14. August wird dieser
Ausbau im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden
Nr. 66 ausgeschrieben. (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim-Tondorf) Der
Gemeinderath von Frohngau beschloss die Anlegung einer Wasserleitung.
Von dem Ingenieur Ehlert zu Düsseldorf wurde ein Projekt nebst
Kostenanschlag angefertigt. Die Kosten sollen 9000 M betragen. 1895 Bei
Wegearbeiten wird ein römisches Grab gefunden und ausgegraben.
Darüber hinaus werden römische Münzen und fränkische Gräber
gefunden. (Auszug
aus der Chronik der Bürgermeisterei Holzmülheim-Tondorf) Mit
der Vertretung des erkrankten Lehrers Beißel zu Frohngau wurde der
Schulamtskandidat Arnold Cremer aus Montoie durch Verfügung der
Königlichen Regierung vom 31. / 8. 95J. No, 5486 beauftragt. Nachstehend
die gesamte Chronik im Originaltext und darunter in Druckschrift. Am
2.Dezember findet eine allgemeine Volkszählung statt. In Frohngau
werden 226 Seelen gezählt. 1896 Am
20. Januar wird in Frohngau eine Posthilfsstelle eingerichtet,
wahrscheinlich in der Gastwirtschaft Radermacher in der Helterstraße.
In
einer Bekanntmachung des Kaiserlichen Postamts in Kall vom 14. Januar
wird die Eröffnung im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis
Schleiden Nr. 6 angekündigt. Bau
der ersten Wasserleitung aus dem Risch, die aber wegen des zu
geringen Gefälles den Ort nicht ausreichend versorgen kann. 1897 Im
Januar liegt der Schnee 2 – 3 m hoch. Der Ort ist völlig von der
Außenwelt abgeschnitten. Am
12. März wird Hubert Merzenich aus Kallmuth Nachfolger von Lehrer
Josef Beißel. Er ist bis zum Jahre 1901 tätig. Lehrer
Hubert Merzenich Pfarrer
Jakob Fey verlässt am 15. November auf eigenen Wunsch die
Pfarrgemeinde. Bis zum 13. Januar 1899 bleibt die Pfarrstelle
unbesetzt. Pfarrverwalter während dieser Zeit ist Pfarrer Ostlender
aus Bouderath. 1898 Am
23. Juni schreibt Bürgermeister Schmitz im Unterhaltungsblatt und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 61 den Bau einer Brücke über
den Genfbach auf dem Wege von Frohngau nach Blankenheim aus. 1899 Am
13. Januar wird Leonhard Hubert Rauschen, geboren am 24. Juni 1866 in
Heinzberg, am 15.08.1892 in Köln zum Priester geweiht, zum Pfarrer
von Frohngau ernannt und am 7. Februar feierlich eingeführt. Seine
Ernennung wird im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis
Schleiden Nr. 05 bekanntgegeben. Er ist bis 1906 in Frohngau tätig.
Er stirbt am 20.10.1925 in Floßdorf. Pfarrer
Leonhard Hubert Rauschen Der
Kirchenneubau kommt erstmals ins Gespräch. Es wird mit den
Sammlungen für die Baukosten begonnen. Am
10. April besuchen 54 Kinder die Schule, davon 25 Knaben und 29
Mädchen.
Siehe
Schulchronik Seite 101. Der
Gemeinderat Frohngau beschließt den Neubau von Abortgebäuden und
die Instandsetzung des Schulsaales. Am 9. August wird dieser Ausbau
im Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden
Nr. 61 vergeben. 1900 Im
Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 7
wird ein Holzverkauf im Lokale des Herrn Gastwirthes Radermacher zu
Frohngau für den 26. Januar 1900, Nachmittags 1 1/2 Uhr
angekündigt.
Abschrift der Bevölkerungsliste von 1812
Unterhaltungsblatt für den Kreis Schleiden Nr. 66 + 68 + 70
Unterhaltungsblatt für den Kreis Schleiden Nr. 68 - Auszug Mairie Holzmülheim
Totenzettel
Pfarrer Joh. Jos. Chrysanth Kolvenbach
Kopie
der Seite 399 des Wörterbuches des preußischen Staates von 1821
Totenzettel
Pfarrer Mathias Anton Frings
Topographisch
statistischen Beschreibung der Rheinprovinz
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 14
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 52
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 16
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 25
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 5
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 6
Amtsblatt
für den Regierungsbezirk Düsseldorf
Wochenblatt
und
Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 30
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 15
Totenzettel
Pfarrer Lambertus Lentz
Katholische
Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst 1845
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 15
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 46
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 20
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 23
Wochenblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 24
Unterhaltungs-
und Anzeigeblatt für den Kreis Schleiden Nr. 1
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden und Umgebung Nr. 21
Orte
der jetzigen Gemeinde Nettersheim
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 13
Die
Städte und Ortschaften der Eifel 1852
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 12
Unterhaltungblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 6
Unterhaltungsblatt
für den Kreis Schleiden Nr. 42
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 1
Nach
der 1865 herausgegebenen Statistik des Regierungsbezirkes Aachen 1. Abt. 1865 hat Frohngau 210 Einwohner.
Statistik des Regierungsbezirkes Aachen 1. Abt. 1865
Unterhaltungblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 9
Handbuch der Erzdioezese Koeln 1866
Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 34
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 02
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 25
Die
Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 30
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 43
Unterhaltungblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 41
Unterhaltungblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 42
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 46
Statistik
der Bürgermeisterei 1879
Unterhaltungblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 77
Statistik
der Bürgermeisterei 1880
Statistik
der Bürgermeisterei 1881
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 39
Statistik
der Bürgermeisterei 1882
Unterhaltungsblatt
für den Kreis Schleiden Nr. 25
Statistik
der Bürgermeisterei 1883
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden 1885 Nr. 2
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 35
Statistik
der Bürgermeisterei 1884
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 63
Statistik
der Bürgermeisterei 1885
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 46
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 95
Statistik
der Bürgermeisterei 1886
Statistik
der Bürgermeisterei 1887
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 76
Statistik
der Bürgermeisterei 1888
Statistik
der Bürgermeisterei 1889
Totenzettel
und Grabstein Pfarrer Bausen
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 17
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden 1892 Nr. 31
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 51
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 66
Chronik
der Buergermeisterei Holzmülheim-Tondorf 1879 bis 1895 Original
Chronik
der Buergermeisterei Holzmülheim-Tondorf 1879 bis 1895 Druckschrift
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 6
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 61
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 05
Totenzettel
von Pfarrer Leonhard Hubert Rauschen
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 61
Der
Kirchenvorstand beschießt, das Pfarrhaus umzubauen. Die
Ausschreibung erfolgt in vier Zeitungen, unter anderem im
Unterhaltungs- und Anzeigeblatt für den Kreis Schleiden Nr. 7. Am
2. Februar wird der Auftrag an Maurermeister Rosenthal aus Kehrseifen
vergeben.
Unterhaltungs-
und Anzeigeblatt für den Kreis Schleiden Nr. 7
Unterhaltungsblatt
und Anzeiger für den Kreis Schleiden Nr. 7